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- Stellantis-Rückruf wegen Rückfahrkamera
Softwarefehler legt Kamera lahm
Stellantis startet großen Rückruf
- Stellantis ruft weltweit rund 955.000 Fahrzeuge wegen eines Softwareproblems zurück.
- Betroffen sind vor allem Modelle der Marken Chrysler, Dodge, Jeep und Ram aus den Modelljahren 2026 und 2027.
- Der Fehler kann dazu führen, dass beim Einlegen des Rückwärtsgangs kein Bild der Rückfahrkamera auf dem Display erscheint.
- Die Behebung soll über ein kostenloses Software-Update erfolgen, teils auch drahtlos per Over-the-Air-Aktualisierung.
- Ob ein konkretes Fahrzeug betroffen ist, lässt sich über die NHTSA-Rückrufdatenbank oder die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts prüfen.
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CBS News: Stellantis vehicle recall over rearview camera issue
cbsnews.comBericht zum Stellantis-Rückruf wegen eines Problems mit der Rückfahrkamera; zuletzt abgerufen am 28.08.2026.
Welche Fahrzeuge vom Stellantis-Rückruf betroffen sind
Der neue Rückruf betrifft nach aktuellen Angaben vor allem Fahrzeuge auf dem nordamerikanischen Markt. In den USA sind mehr als 848.000 Fahrzeuge erfasst, weltweit liegt die Zahl bei rund 955.000. Weitere Fahrzeuge entfallen unter anderem auf Kanada, Mexiko und andere Märkte außerhalb Nordamerikas.
Genannt werden unter anderem der Chrysler Pacifica, der Pacifica Plug-in Hybrid und der Voyager, außerdem der Dodge Charger. Auch mehrere Jeep-Modelle stehen auf der Liste, darunter Cherokee, Compass, Gladiator, Grand Cherokee, Grand Wagoneer und Wrangler. Hinzu kommen Ram 1500, Ram 2500 sowie ProMaster und ProMaster EV.
Ob und in welchem Umfang Halter in Deutschland betroffen sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist am Ende immer die konkrete Fahrzeug-Identifizierungsnummer. Wer unsicher ist, sollte daher nicht nur auf Medienberichte schauen, sondern den Rückruf gezielt über offizielle Datenbanken prüfen.
Warum die Rückfahrkamera zum Sicherheitsproblem werden kann
Bei dem aktuellen Stellantis-Rückruf geht es nicht um einen klassischen Defekt an Bremse, Motor oder Lenkung. Das Problem sitzt im Infotainment- beziehungsweise Radiosystem. Die Software kann verhindern, dass das Bild der Rückfahrkamera beim Zurücksetzen auf dem Bildschirm angezeigt wird.
Das klingt weniger dramatisch als ein Brandrisiko oder ein mechanischer Ausfall. Im Stadtverkehr, auf Parkplätzen oder in engen Einfahrten kann eine fehlende Rückansicht aber schnell gefährlich werden. Eine Rückfahrkamera ersetzt zwar nicht den Blick in Spiegel und Umgebung, sie soll aber genau dort helfen, wo tote Winkel und Hindernisse leicht übersehen werden.
Stellantis zufolge sind bislang keine Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit diesem Fehler bekannt. Trotzdem ist der Rückruf sicherheitsrelevant, weil ein ausbleibendes Kamerabild den Überblick beim Rangieren deutlich verschlechtern kann.
Software-Update statt Werkstattmarathon
Für viele betroffene Halter dürfte die Reparatur weniger aufwendig ausfallen als bei einem Austausch von Bauteilen. Stellantis plant ein kostenloses Software-Update für das Radiosystem. Dieses soll je nach Fahrzeug auch drahtlos aufgespielt werden können. In diesem Fall erscheint ein Hinweis auf dem Medienbildschirm, sobald die Aktualisierung bereitsteht.
Bis das Update installiert ist, sollten Fahrer beim Rückwärtsfahren besonders sorgfältig vorgehen. Das bedeutet: Spiegel nutzen, Schulterblick nicht vergessen und sich nicht allein auf das Display verlassen. Wenn die Kamera schwarz bleibt oder kein Bild erscheint, sollte der Mangel ernst genommen und nicht als bloße Komfortstörung abgetan werden.
Schon im April gab es einen großen Stellantis-Rückruf
Der aktuelle Fall ist nicht der erste große Rückruf, mit dem Stellantis 2026 Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bereits im April waren weltweit rund 700.000 Fahrzeuge betroffen. Damals ging es um ein mögliches Brandrisiko bei 1,2-Liter-Mildhybrid-Benzinern.
Mehr dazu lesen Sie im früheren Beitrag zum Stellantis-Rückruf im April. Der Vergleich zeigt: Rückrufe können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Mal geht es um Software, mal um Bauteile, mal um mögliche Brandgefahren. Für Halter zählt vor allem, ob ihr eigenes Fahrzeug konkret betroffen ist und welche Maßnahme vorgesehen ist.
Wie Halter jetzt vorgehen sollten
Wer ein Fahrzeug der genannten Marken fährt, sollte zunächst die offizielle Rückrufprüfung nutzen. In den USA bietet die NHTSA eine Suche über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer an. In Deutschland ist die Rückrufdatenbank des KBA die zentrale Anlaufstelle.
Wichtig ist: Nicht jeder Bericht über einen Rückruf bedeutet automatisch, dass jedes Modell einer Marke betroffen ist. Rückrufe beziehen sich häufig auf bestimmte Bauzeiträume, Modelljahre, Märkte oder technische Varianten. Eine VIN-Prüfung ist deshalb genauer als der Blick auf Modellname und Baujahr allein.
Wer ein offizielles Schreiben erhält, sollte die dort genannten Schritte befolgen und das Update nicht unnötig aufschieben. Kommt es zwischenzeitlich zu Ausfällen der Rückfahrkamera, empfiehlt sich eine besonders vorsichtige Fahrweise beim Rangieren und Parken.
Fazit: Digitaler Fehler mit realem Risiko
Der Stellantis-Rückruf zeigt, wie stark moderne Fahrzeuge inzwischen von Software abhängen. Ein fehlerhaftes Programm kann heute reichen, um ein sicherheitsrelevantes Assistenzsystem außer Kraft zu setzen. Dass die Lösung voraussichtlich per Update möglich ist, macht den Fall für viele Halter einfacher, aber nicht bedeutungslos.
Wer einen Chrysler, Dodge, Jeep oder Ram aus den betroffenen Modelljahren fährt, sollte den Rückrufstatus prüfen und bis zur Aktualisierung nicht blind auf die Technik vertrauen. Gerade beim Rückwärtsfahren gilt: Die Kamera hilft, aber die Verantwortung bleibt beim Fahrer.
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Quellen & weiterführende Hinweise +
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