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Temposünder im Fokus
Die Bilanz des Blitzermarathons 2026
- Die Sommer-Speedweek lief vom 3. bis 9. August 2026 und verteilte die Tempokontrollen auf eine ganze Woche.
- Trotz öffentlicher Ankündigung gingen den Behörden in mehreren Ländern tausende Temposünder ins Netz.
- Besonders auffällig waren die Zahlen aus Baden-Württemberg sowie aus der Region Berlin-Brandenburg
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rbb24: Speedweek in Brandenburg und Berlin – Bilanz der Polizei
rbb24.deBericht zur Bilanz der Speedweek in Brandenburg und Berlin; zuletzt abgerufen am 21.08.2026.
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NDR: Bilanz der Speedweek in Schleswig-Holstein
ndr.deBericht zur Bilanz der Speedweek in Schleswig-Holstein; zuletzt abgerufen am 21.08.2026.
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SWR Aktuell: Mehr Verstöße als im Vorjahr bei der Speedweek
swr.deBericht zu gestiegenen Verstoßzahlen bei der Speedweek in Baden-Württemberg; zuletzt abgerufen am 21.08.2026.
Vom 3. bis 9. August 2026 standen auf vielen Straßen wieder Geschwindigkeit, Verkehrssicherheit und die Frage im Mittelpunkt, wie viele Fahrer trotz angekündigter Kontrollen zu schnell unterwegs sind. Anders als beim Frühjahrs-Blitzermarathon gab es diesmal keinen einzelnen Aktionstag, sondern eine ganze Kontrollwoche mit Messungen an wechselnden Orten.
Die ersten Länderbilanzen zeigen ein deutliches Bild: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde vielerorts tausendfach überschritten. Für manche Betroffene bleibt es bei einem Verwarn- oder Bußgeld. Andere müssen nach der Speedweek mit Punkten, einem Fahrverbot oder einem teuren Bußgeldbescheid rechnen.
Berlin und Brandenburg: Zehntausende Verstöße in einer Woche
Besonders umfangreich fiel die Bilanz in Berlin und Brandenburg aus. Mehr als 680.000 Fahrzeuge wurden während der Kontrollwoche gemessen. Rund 40.000 Mal stellten die Behörden fest, dass Fahrer schneller unterwegs waren als erlaubt. Brandenburg kam dabei auf mehr als 28.000 Verstöße, Berlin auf mehr als 12.000.
Ein Fall aus der Prignitz zeigt, wie schnell aus einer Tempomessung ein ernstes Verfahren werden kann: Dort wurde ein Fahrzeug mit 143 km/h bei erlaubten 80 km/h erfasst. Wer in diesem Bereich zu schnell fährt, bewegt sich nicht mehr im Randbereich. Dann können neben einem hohen Bußgeld auch Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot drohen.
Baden-Württemberg: Mehr Verstöße als im Vorjahr
In Baden-Württemberg fiel die Sommerbilanz noch deutlicher aus. Die Polizei registrierte während der Speedweek 84.132 Geschwindigkeitsverstöße. Im Vergleich zum Vorjahr, als rund 66.500 Verstöße gezählt wurden, bedeutet das einen spürbaren Anstieg.
Besonders relevant ist dabei nicht allein die Gesamtzahl, sondern die Schwere einzelner Verstöße. In 938 Fällen droht nach Angaben der Behörden ein Fahrverbot. Das betrifft in der Regel Fahrer, die die maßgeblichen Schwellen überschreiten: bei Pkw innerorts regelmäßig ab 31 km/h zu viel, außerorts ab 41 km/h zu viel. Die konkreten Folgen richten sich nach dem Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Schleswig-Holstein: Weniger Tempoverstöße als 2025
Ein anderes Bild zeigte sich in Schleswig-Holstein. Dort wurden zwischen dem 3. und 9. August insgesamt 14.868 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Damit lag die Zahl deutlich unter der Vorjahresbilanz der August-Speedweek, bei der mehr als 23.000 Verstöße gezählt worden waren.
Die Erklärung klingt nüchtern, ist aber interessant: Die Polizei verweist unter anderem auf ein geringeres Verkehrsaufkommen und bekannte Messstellen. Viele Fahrer bremsen offenbar genau dort, wo sie mit einem Blitzer oder Messgerät rechnen. Für die Verkehrssicherheit reicht dieses Verhalten allerdings nur bedingt. Entscheidend ist nicht das Tempo am Kontrollpunkt, sondern eine insgesamt angepasste Fahrweise.
Bremen: Baustelle auf der A27 wird zum Brennpunkt
In Bremen kamen während der Speedweek und ergänzender Messungen mehr als 5.500 Geschwindigkeitsverstöße zusammen. Fast 120 Fahrern droht nach der Kontrollaktion ein zeitweises Fahrverbot. Besonders ins Auge fiel eine Baustelle auf der A27, in der Tempo 80 galt.
Allein bei zwei Kontrollen in diesem Baustellenbereich zählte die Polizei fast 2.300 Verstöße. Ein Fahrer wurde dort mit 175 km/h statt erlaubten 80 km/h gemessen. In einem solchen Fall geht es nicht mehr um einen kleinen Moment der Unaufmerksamkeit. Nach den regulären Sätzen können mindestens 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot im Raum stehen. Baustellen sind dabei besonders sensibel, weil verengte Fahrstreifen, wechselnde Verkehrsführung und Arbeiter am Fahrbahnrand das Risiko zusätzlich erhöhen.
Was die Speedweek für geblitzte Fahrer bedeutet
Wer während des Sommer-Blitzermarathons 2026 geblitzt wurde, sollte die Post der Behörde genau prüfen. Eine Aktionswoche ändert nichts an den rechtlichen Anforderungen. Auch bei groß angelegten Kontrollen müssen Messgerät, Aufstellung, Eichung, Beschilderung, Toleranzabzug und Zuordnung des Fahrzeugs nachvollziehbar sein.
Das gilt besonders, wenn der Vorwurf an einer wichtigen Schwelle liegt. Ob ein Verstoß innerorts oder außerorts gewertet wird, kann erhebliche Auswirkungen haben. Schon wenige km/h können darüber entscheiden, ob es bei einem Bußgeld bleibt oder zusätzlich ein Punkt beziehungsweise ein Fahrverbot hinzukommt.
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Quellen & weiterführende Hinweise +
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