Sanktionen bei Nutzung von Radarwarnern
  1. Einführung
  2. Radarwarner und Blitzer-Apps
  3. Rechtliche Aspekte
  4. Nutzung im Ausland

Einführung

Radarwarner und Blitzer-Apps erfreuen sich großer Beliebtheit bei Autofahrern. Sie helfen dabei, Bußgelder zu vermeiden, indem sie vor Radarfallen und Geschwindigkeitskontrollen warnen. Doch ist die Nutzung dieser Hilfsmittel in Deutschland und anderen Ländern Europas überhaupt erlaubt? Dieser Artikel gibt einen Überblick über die rechtliche Lage und mögliche Sanktionen.

Radarwarner und Blitzer-Apps

Radarwarner sind Geräte, die mittels GPS und anderen Technologien vor fest installierten oder mobilen Radarkontrollen warnen. Blitzer-Apps bieten ähnliche Funktionen und informieren zusätzlich über Gefahrenstellen und Verkehrslagen. Während diese Technologien für viele Autofahrer praktisch sind, gibt es in vielen Ländern rechtliche Einschränkungen und zum Teil drastische Sanktionen.

Rechtliche Aspekte bei der Nutzung von Radarwarner und Blitzer-Apps

In Deutschland ist die Nutzung von Radarwarnern und Blitzer-Apps durch § 23 Absatz 1b der Straßenverkehrsordnung (StVO) verboten. Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Auch die Nutzung während der Fahrt ist nicht erlaubt, selbst wenn die App nur im Hintergrund läuft. Die Strafen für die Nutzung von Blitzer-Apps und Radarwarnern ist im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn noch sehr moderat.

Verstoß Strafe
Nutzung von Radarwarnern 75 Euro Bußgeld, 1 Punkt
Nutzung von Blitzer-Apps während der Fahrt 75 Euro Bußgeld, 1 Punkt

Nutzung von Radarwarner und Blitzer-Apps im europäischen Ausland

Die rechtliche Lage in Bezug auf Radarwarner und Blitzer-Apps variiert innerhalb Europas erheblich. In einigen Ländern sind diese Geräte strikt verboten, in anderen sind sie erlaubt oder es gibt keine eindeutigen Regelungen. So können in Österreich und Luxemburg Bußgelder von bis zu 5.000 EUR verhängt werden, während die Strafen in den Niederlanden mit bis zu 450 EUR vergleichsweise moderat ausfallen.

Reisende sollten sich daher vor Antritt ihrer Urlaubsreise genau überlegen, ob sie Radarwarner verwenden möchten. Die Angaben in der Übersicht sind ohne Gewähr und sollten vor der Nutzung stets überprüft werden:

Land Mögliche Geld- oder Haftstrafen Mitführverbot Benutzungsverbot
Österreich Bis zu 5.000 Euro Ja Ja
Luxemburg Bis zu 5.000 Euro Ja Ja
Italien Bis zu 3.200 Euro Ja Ja
Griechenland Bis zu 2.000 Euro Ja Ja
Frankreich Bis zu 1.500 Euro und Beschlagnahmung des Geräts Ja Ja
Norwegen Bis zu 1.500 Euro Ja Ja
Schweiz Bis zu 1.000 Euro und Beschlagnahmung des Geräts Ja Ja
Niederlande Bis zu 450 Euro Ja Ja



Messungen sind fehlerhaft
Laut einer Studie sind 56%* aller Messungen fehlerhaft




* Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co.KG, Januar 2013

Aus der Rubrik: Verkehrsrecht
derbussgeldkatalog.org/blog/radarwarner-blitzer-app/



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Häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen innerhalb geschlossener Ortschaften



Häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen außerhalb geschlossener Ortschaften