Bußgelder im Winter treffen viele Fahrer genau dann, wenn die Bedingungen am schwierigsten sind: Glätte, Schnee und schlechte Sicht. In diesem Ratgeber sehen Sie, welche Strafen im Alltag typisch sind und wie Sie Risiken vermeiden. Besonders schnell wird es teuer, wenn die Geschwindigkeit nicht passt, der Abstand zu gering ist oder Ablenkung durch das Handy am Steuer hinzukommt. Auch Rotlichtverstöße und Fahrten unter Alkohol wiegen im Winter besonders schwer.
Lesen Sie in unserem Beitrag, in welchen Fällen Bußgelder, Punkte in Flensburg oder sogar Fahrverbote drohen können und wann sich ein Einspruch lohnen kann.
Bußgelder im Winter:
Das Wichtigste in Kürze
- Bei Schnee, Eis und Glätte fallen Bußgelder nach dem Bußgeldkatalog 2026 oft höher aus, besonders wenn eine Gefährdung oder ein Unfall hinzukommt. Häufige Verstöße sind falsche Bereifung, eingeschränkte Sicht und unangepasste Geschwindigkeit.
- Winterreifen sind situativ Pflicht. Wer bei winterlichen Verhältnissen ohne geeignete Reifen fährt, riskiert Bußgeld, Punkte und bei Unfall auch Probleme mit der Versicherung. Das gilt auch für Halter, die die Fahrt zulassen.
- Unangepasste Geschwindigkeit und zu geringer Abstand sind die größten Risiken im Winter. Schon moderates Tempo kann bei Glätte als Ordnungswidrigkeit gelten und zu hohen Bußgeldern, Punkten oder Fahrverbot führen.
- Auch Sichtbehinderung, Schnee auf dem Fahrzeug oder fehlender Winterdienst können Bußgelder und Haftungsfolgen auslösen. Bei höheren Sanktionen oder Zweifeln an der Beweislage kann sich ein Einspruch lohnen.
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Jetzt prüfenWelche Bußgelder drohen im Winter laut Bußgeldkatalog 2026?
Bußgelder im Winter richten sich nach dem Bußgeldkatalog 2026 und fallen oft höher aus, sobald Schnee, Eis oder Glatteis die Fahrsicherheit beeinflussen. Entscheidend ist nicht nur der Fehler, sondern die Frage, ob eine Gefährdung oder ein Unfall hinzukommt. Häufige Winterverstöße sind Fahren ohne geeignete Bereifung, Sichtbehinderung durch ungeräumte Scheiben sowie unangepasste Geschwindigkeit. Rechtsgrundlagen sind vor allem die situative Winterreifenpflicht nach § 2 StVO und die allgemeine Rücksichtnahme nach § 1 StVO. Die Regelsätze ergeben sich aus der Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV). Wer vorbereitet fährt, reduziert Risiko, Kosten und Ärger mit Behörden deutlich.| Winterverstoß | Bußgeld | Punkte | Weitere Folgen |
|---|---|---|---|
| Fahren ohne Winterreifen bei winterlichen Verhältnissen | 60 Euro | 1 Punkt | --- |
| Fahren ohne Winterreifen mit Behinderung anderer | 80 Euro | 1 Punkt | --- |
| Fahren ohne Winterreifen mit Gefährdung | 100 Euro | 1 Punkt | --- |
| Fahren ohne Winterreifen mit Unfall | 120 Euro | 1 Punkt | Versicherungsprobleme möglich |
| Sichtbehinderung durch vereiste oder verschneite Scheiben | 10 Euro | --- | --- |
| Sichtbehinderung mit Gefährdung | 35 Euro | --- | --- |
| Vereistes oder verdecktes Kennzeichen | ab 5 Euro | --- | --- |
| Schnee vom Dach nicht entfernt | 25 Euro | --- | --- |
| Unangepasste Geschwindigkeit bei Schnee oder Glätte | 100 Euro | 1 Punkt | --- |
| Unangepasste Geschwindigkeit mit Gefährdung | 145 Euro | 1 Punkt | --- |
| Unangepasste Geschwindigkeit mit Unfall | 200 Euro | 1 Punkt | Fahrverbot möglich |
| Fehlendes Abblendlicht bei Schneefall | 25 - 60 Euro | --- | --- |
| Motor unnötig laufen lassen (Warmlaufen) | bis zu 80 Euro | --- | --- |
Warum Winterverstöße besonders streng geahndet werden
Winterverstöße werden strenger bewertet, weil sich die Physik sofort gegen Sie stellt: längere Bremswege, weniger Grip und schlechtere Sicht. Behörden schauen daher stark auf die konkrete Gefährdung, nicht auf Ausreden wie "Es ging doch noch". Schon kleine Fehler können als Ordnungswidrigkeit gelten, wenn andere dadurch gefährdet werden. In Verfahren fällt auf: Nicht der Schneefall ist das Problem, sondern die fehlende Anpassung der Fahrweise. Wer Tempo, Abstand und Sicht ernst nimmt, senkt das Risiko für Unfälle und vermeidet Sanktionen.
Winterreifen Bußgeld: Welche Strafen drohen ohne passende Reifen?
Winterreifen Bußgeld ist einer der häufigsten Fälle im Bußgeldkatalog 2026, weil viele Fahrer die situative Pflicht unterschätzen. Winterreifen sind nicht an ein Datum gebunden, sondern an die Lage: Schnee, Eis, Schneematsch oder Glatteis. Wer dann ohne geeignete Bereifung fährt, riskiert Bußgeld und häufig auch Punkte, bei Gefährdung oder Unfall wird es deutlich teurer. Grundlage ist § 2 StVO, die Regelsätze folgen aus der BKatV. Dazu kommen versicherungsrechtliche Risiken: Bei einem Unfall prüfen Versicherer genau, ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Wer morgens bei Reifglätte startet, braucht keinen Schneesturm, damit die Pflicht greift. Ein kurzer Reifencheck spart oft viel Geld.Halterhaftung: Wann auch der Halter ein Bußgeld riskiert
Halter können ebenfalls belangt werden, wenn sie eine Fahrt ohne geeignete Winterbereifung anordnen oder zulassen. Das spielt besonders bei Firmenfahrzeugen, Poolautos oder Familienautos eine Rolle. In der Praxis reicht es nicht, Winterreifen irgendwo im Keller zu haben. Entscheidend ist, ob das Fahrzeug bei winterlichen Verhältnissen tatsächlich geeignet in den Verkehr gebracht wurde. Wer Zuständigkeiten klar regelt und den Reifenwechsel dokumentiert, reduziert das Risiko von Bußgeld, Punkten und Streit nach einem Unfall.
Welche Winterreifen sind erlaubt: Alpine-Symbol und Profiltiefe
Welche Winterreifen sind erlaubt ist entscheidend, weil falsche Annahmen schnell ein Winterreifen Bußgeld auslösen. Für winterliche Straßenverhältnisse gelten als geeignet vor allem Reifen mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Reine M+S-Kennzeichnung ist nach Ende der Übergangsphase in der Regel nicht mehr ausreichend. Diese Einordnung wird auch in Verbraucherinformationen des ADAC deutlich, die auf den Wechsel zur Alpine-Kennzeichnung hinweisen. Dazu kommt die Profiltiefe: Gesetzlich sind 1,6 mm Mindestprofil vorgeschrieben, für Winter empfiehlt sich in der Praxis deutlich mehr, weil Grip und Bremsweg sonst stark leiden. Wer hier spart, spart am falschen Ende und riskiert Bußgeld, Haftung und Unfallfolgen.Typische Irrtümer: M+S, Allwetter und "die gehen noch"
Irrtümer entstehen oft bei älteren M+S-Reifen oder günstigen Allwetterreifen. Ein Reifen kann optisch wintertauglich wirken und trotzdem rechtlich oder praktisch ungeeignet sein. Prüfen Sie die Seitenwand auf das Alpine-Symbol, die DOT-Nummer und den Zustand. Gerade im Winter zählt nicht der gute Wille, sondern die tatsächliche Eignung. Wer unsicher ist, lässt kurz in der Werkstatt prüfen. Das kostet wenig, kann aber später in einem Verfahren helfen, wenn über Reifen, Zeitpunkt und Zustand gestritten wird.
Bußgeld bei Glätte: Unangepasste Geschwindigkeit und Abstand
Bußgeld bei Glätte trifft Sie häufig wegen unangepasster Geschwindigkeit und zu geringem Abstand. Der Bußgeldkatalog 2026 wird in Winterlagen schnell scharf, weil Behörden auf die konkrete Gefahr abstellen: Kontrollverlust, Rutschen, Auffahrunfall. Selbst wenn Sie "nicht schnell" waren, kann das Tempo bei Eis schon zu hoch sein. Wer mehr Details zu Tempoverstößen sucht, findet Orientierung bei Geschwindigkeitsüberschreitung. Beim Abstand gilt das Gleiche, hier hilft Abstandsverstoß. In der Praxis startet der Winterunfall oft mit zu wenig Abstand und endet mit dem Vorwurf, Sie hätten die Bedingungen ignoriert. Wer defensiv fährt, spart Geld und Nerven.Faustregeln, die in Verfahren wirklich helfen
Tempo ist im Winter keine Zahl, sondern eine Situationsfrage. Verdoppeln Sie den Abstand, rechnen Sie mit Eis in Schattenbereichen und vermeiden Sie harte Lenk- und Bremsmanöver. Planen Sie mehr Zeit ein, damit Sie nicht unter Druck fahren. Auch Sicht und Fahrzeugzustand gehören dazu: Nach § 23 StVO müssen Sie Ihr Fahrzeug so führen, dass die Sicherheit nicht leidet. Wer das konsequent umsetzt, nimmt der Behörde viele Angriffsflächen.
Glatteis-Unfall: Schuldfrage, Mitverschulden und Bußgeldrisiko
Glatteis-Unfall bedeutet fast immer Stress, und oft kommt schnell die Frage nach Schuld und einem möglichen Bußgeld. Grundsatz: Bei Glätte müssen Sie besonders vorsichtig fahren. Wenn es kracht, prüfen Polizei und Versicherer, ob Ihre Fahrweise angepasst war. Häufige Vorwürfe sind zu hohes Tempo, zu geringer Abstand oder riskantes Bremsen. Der Bußgeldkatalog 2026 wirkt hier über die Einordnung als Ordnungswidrigkeit und über Folgefragen wie Punkte und Fahrverbot, je nach Lage. Wichtig ist die Beweislage: Spurenbild, Fotos, Zeugen und Wetterdaten. Wer sauber dokumentiert, verbessert die Position, egal ob Sie sich verteidigen oder Ansprüche durchsetzen.Was Sie direkt nach dem Unfall sichern sollten
Dokumentation ist im Winter entscheidend: Fotos von Fahrbahn, Sicht, Reifenzustand, Abstandssituation und Beleuchtung. Notieren Sie Uhrzeit, Ort und ob gestreut war. Vermeiden Sie spontane Schuldgeständnisse, bleiben Sie sachlich. Wenn später ein Bußgeldbescheid kommt, prüfen Sie, ob die behauptete Gefährdung wirklich belegt ist und ob die Wetterlage korrekt beschrieben wurde. Genau dort liegen in der Praxis oft Ansatzpunkte für eine Verteidigung.
Sichtbehinderung durch Schnee: Welche Strafen sind möglich?
Sichtbehinderung durch Schnee führt schnell zu Bußgeld, weil der Verstoß sichtbar und gut dokumentierbar ist. Vereiste Frontscheibe, zugeschneite Seitenscheiben, verdeckte Spiegel oder eingeschneite Scheinwerfer sind nicht nur gefährlich, sondern oft eine Ordnungswidrigkeit. Maßgeblich ist die Pflicht aus § 23 StVO, weil Sie für den sicheren Zustand verantwortlich sind. Im Bußgeldkatalog 2026 kann das als Verwarnung oder Bußgeld enden, je nach Ausmaß. Wichtig: Es reicht, dass die Sicht objektiv eingeschränkt ist, auch ohne Unfall. Wer nur ein "Guckloch" freikratzt, liefert der Behörde im Zweifel ein klares Bild.Checkliste vor dem Losfahren
- Scheiben: Front, Heck und Seiten komplett freimachen.
- Spiegel: Außenspiegel und Innenspiegel voll nutzbar halten.
- Licht: Scheinwerfer, Rücklicht, Blinker und Bremslicht reinigen.
- Kennzeichen: Vorne und hinten gut lesbar, sonst droht Ärger.
Schnee auf dem Autodach: Gefahr, Bußgeld und typische Fehler
Schnee auf dem Autodach ist kein harmloser Schönheitsfehler, sondern kann ein echtes Sicherheitsproblem sein. Bei Bremsungen rutscht die Schneelast nach vorn und blockiert die Sicht, bei höherer Geschwindigkeit fliegen Platten ab und gefährden andere. Das kann als Verstoß gegen die Betriebs- und Verkehrssicherheit gewertet werden und zu Bußgeld führen, besonders wenn eine konkrete Gefährdung nachweisbar ist. Auch verdeckte Beleuchtung oder zugeschneite Kennzeichen spielen hinein. Der Bußgeldkatalog 2026 ist hier zwar nicht als "Dachschnee-Paragraph" gedacht, aber Verstöße werden über die allgemeinen Pflichten und die konkrete Gefahr eingeordnet. Wer zwei Minuten investiert, reduziert das Risiko enorm.Warum Kontrollen im Winter spürbar zunehmen
Kontrollen steigen, weil Winterfehler schnell zu schweren Unfällen führen und leicht erkennbar sind. Polizei und Ordnungsamt achten gezielt auf Sicht, Licht, Kennzeichen und Schneeauflagen. Gerade bei Vans oder SUV bleibt Schnee gern liegen. Nutzen Sie eine weiche Bürste und reinigen Sie auch Dachkante und Motorhaube. Das ist kein Perfektionismus, sondern verhindert typische Fehlerketten und erspart Ihnen Bußgeld und Diskussionen am Straßenrand.
Streupflicht im Winter: Bußgeldrisiko für Eigentümer und Vermieter
Streupflicht im Winter kann ebenfalls ein Bußgeld auslösen, auch wenn Sie gar nicht Auto fahren. Eigentümer, Vermieter oder beauftragte Dienste müssen Gehwege in vielen Kommunen zu bestimmten Zeiten räumen und streuen. Die Details stehen in der kommunalen Satzung, die je nach Stadt stark variiert. Wer nicht räumt und jemand stürzt, riskiert Schadensersatz und teils auch ein Bußgeld nach örtlichem Recht. Der Bußgeldkatalog 2026 ist hier eher Orientierung, entscheidend ist die Satzung und die allgemeine Verkehrssicherungspflicht. In der Praxis zählen Uhrzeit, Wetterlage und Zumutbarkeit. Wer Zuständigkeiten sauber regelt, reduziert Haftungsrisiken und vermeidet Streit.Streumittel und Zeiten: Was Sie konkret prüfen sollten
Auftausalz ist vielerorts eingeschränkt, häufig sind Sand oder Splitt erlaubt. Prüfen Sie die Satzung Ihrer Gemeinde, statt sich auf Nachbarschaftsmythen zu verlassen. Dokumentieren Sie im Zweifel, wann geräumt wurde, besonders bei Mehrfamilienhäusern. Wenn Sie die Pflicht übertragen, braucht es klare Regelungen zu Flächen, Zeiten und Vertretung. Eine pauschale Klausel reicht oft nicht. Wer hier ordentlich organisiert, ist im Ernstfall deutlich besser abgesichert.
Haftung bei fehlendem Winterdienst: Wer zahlt bei Sturz auf Eis?
Haftung bei fehlendem Winterdienst ist eine der häufigsten Fragen nach Stürzen auf Gehwegen, Einfahrten oder Parkplätzen. Grundsätzlich haftet derjenige, der zur Verkehrssicherung verpflichtet ist. Das kann Eigentümer, Vermieter, Mieter oder ein Winterdienst sein, je nach Vereinbarung und Satzung. Ob zusätzlich ein Bußgeld droht, hängt von kommunalen Regelungen ab, die parallel greifen können. Gerichte schauen genau hin: War es realistisch, dass bereits geräumt wird, oder gab es plötzlichen Eisregen? Wurde überhaupt kontrolliert? In der Praxis entscheiden Details. Wer Belege hat, ist im Vorteil, egal ob als Anspruchsteller oder als Verteidiger.Streupflicht rechtssicher übertragen: so klappt es
Übertragung muss klar, konkret und nachvollziehbar sein. Regeln Sie Zeiten, Flächen und Vertretung bei Ausfall. Bei Mietern helfen Wochenpläne oder eine Hausordnung mit Zuständigkeiten. Bei Dienstleistern sollten Leistungsumfang und Reaktionszeiten schriftlich feststehen. Zusätzlich sinnvoll: kurze Kontrollroutinen bei Glättewarnungen. Das klingt nach Aufwand, verhindert aber später teuren Streit über die Frage, wer wann hätte handeln müssen.
Bußgeld oder Fahrverbot: Wann Winterverstöße richtig teuer werden
Bußgeld oder Fahrverbot droht im Winter vor allem dann, wenn ein Verstoß als grob gefährlich bewertet wird. Typische Konstellationen sind extrem unangepasstes Tempo, riskante Überholmanöver oder Situationen mit nachweisbarer Gefährdung. Der Bußgeldkatalog 2026 sieht hier abgestufte Folgen vor, abhängig von Gefahrenlage, Schaden und Vorbelastung. Gerade wer beruflich fährt, sollte das Risiko früh ernst nehmen. Denn ein Fahrverbot trifft Pendler und Berufskraftfahrer besonders hart. Ob ein Fahrverbot verhältnismäßig ist, hängt vom Einzelfall ab. Deshalb lohnt es sich, Beweise und Umstände sauber zu prüfen, bevor Sie den Bescheid einfach akzeptieren.Wann Gerichte milder entscheiden können
Milderung kann möglich sein, wenn besondere Härte vorliegt oder die Beweislage schwach ist. Das ist kein Automatismus. Sie brauchen nachvollziehbare Argumente, etwa zur konkreten beruflichen Abhängigkeit oder zu Verfahrensfehlern. Entscheidend ist oft, ob die Gefährdung sauber begründet wurde und ob die Wetterlage tatsächlich so war, wie sie behauptet wird. Wer strukturiert vorträgt und Fakten liefert, hat deutlich bessere Chancen als mit pauschalen Ausreden.
Punkte in Flensburg im Winter: Wann droht ein Eintrag?
Punkte in Flensburg drohen im Winter vor allem dann, wenn die Behörde den Verstoß als sicherheitsrelevant einstuft. Typisch sind Fahrten ohne geeignete Winterreifen bei echter Winterlage oder grob unangepasste Geschwindigkeit auf glatter Fahrbahn. Der Bußgeldkatalog 2026 ordnet bei bestimmten Konstellationen Punkte zu, häufig in Verbindung mit Gefährdung. Das Problem ist nicht nur der einzelne Punkt, sondern die Wirkung im Gesamtkonto. Wer bereits Punkte hat, erreicht Schwellen schneller. Deshalb sollten Sie Winterverstöße nicht als Bagatelle behandeln. Wer defensiv fährt und seinen Punktestand kennt, reduziert das Risiko nachhaltig.Warum Punkte langfristig mehr Ärger machen als das Bußgeld
Punkte bleiben je nach Verstoß mehrere Jahre gespeichert. Schon ein weiterer Eintrag kann Maßnahmen auslösen. Viele unterschätzen, wie schnell im Winter aus einer Situation ein Vorwurf wird, etwa nach einem Auffahrunfall, wenn "unangepasste Geschwindigkeit" notiert wird. Wenn ein Punkt droht, lohnt sich eine sachliche Prüfung des Bescheids, besonders wenn die Behörde die Gefährdung nur behauptet, aber nicht sauber belegt.
Winterverstoß erhalten: Einspruch prüfen oder Bußgeld akzeptieren?
Winterverstoß erhalten bedeutet nicht automatisch, dass Sie zahlen sollten. Gerade im Winter kommt es zu Fehlern: Wetterlage wird pauschal behauptet, Beweise sind dünn oder Fotos zeigen die Situation nicht eindeutig. Der Bußgeldkatalog 2026 ist verbindlich, aber die Anwendung muss im Einzelfall passen. Ein Einspruch kann sinnvoll sein, wenn Zweifel an der konkreten Gefährdung bestehen, wenn die Feststellung unklar ist oder wenn formale Mängel vorliegen. Wichtig ist die Frist: Ein Einspruch muss in der Regel binnen 14 Tagen nach Zustellung erfolgen. Informationen zum Ablauf finden Sie hier: Einspruch gegen Bußgeldbescheid. Wer schnell reagiert und Beweise sichert, verbessert die Chancen spürbar.Typische Ansatzpunkte, die in der Praxis funktionieren
Ansatzpunkte liegen oft in Details: War wirklich Glätte vorhanden oder nur kalt? Wurde die konkrete Gefährdung beschrieben oder nur behauptet? Sind Zeugenangaben widersprüchlich? Passt die Fahrzeugzuordnung? Wurde Ihr Reifen- oder Sichtzustand wirklich festgestellt oder nur vermutet? Wer das sauber prüft, kann Sanktionen reduzieren oder unberechtigte Vorwürfe abwehren. Ein Einspruch sollte nicht aus dem Bauch kommen, sondern mit klarer Zielrichtung und realistischer Einschätzung.
Lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid? Jetzt prüfen!
Bußgelder im Winter werden schnell teuer, besonders wenn Punkte oder ein Fahrverbot im Raum stehen. Ob sich ein Einspruch lohnt, hängt von der Beweislage, der beschriebenen Gefährdung und Ihren persönlichen Folgen ab. Wenn die Situation klar dokumentiert ist, bringt ein Einspruch manchmal wenig. Wenn aber die Wetterlage unklar war, die Feststellungen dünn sind oder formale Fehler vorliegen, kann eine Prüfung sinnvoll sein. Wer unsicher ist, sollte nicht vorschnell zahlen. Eine fachkundige Bewertung schafft Klarheit, bevor Fristen ablaufen.Fazit
Bußgelder im Winter sind kein theoretisches Risiko, sondern betreffen viele Autofahrer schneller als gedacht. Schnee, Eis und Glätte erhöhen die Anforderungen an Fahrweise, Fahrzeugzustand und Aufmerksamkeit deutlich. Wer Geschwindigkeit, Abstand und Sicht nicht anpasst oder ohne geeignete Winterreifen unterwegs ist, riskiert Bußgeld, Punkte und Fahrverbot. Gleichzeitig gilt: Nicht jeder Vorwurf ist automatisch berechtigt. Fehler bei Kontrollen oder der Bewertung der Wetterlage kommen vor. Gerade bei höheren Sanktionen lohnt sich eine schnelle, sachliche Prüfung mit Beweisen und Fristen im Blick.Die häufigsten Fragen rund um Bußgeldern im Winter
Wann gilt die Winterreifenpflicht und wann droht ein Winterreifen Bußgeld?
Winterreifenpflicht gilt situativ, also immer dann, wenn Schnee, Eis, Schneematsch oder Glätte vorliegen. Fahren Sie in dieser Lage ohne geeignete Bereifung, drohen Bußgeld und in der Regel auch ein Punkt. Je nachdem, ob Sie andere behindern, gefährden oder einen Unfall verursachen, steigt der Regelsatz deutlich. Rechtsgrundlage ist § 2 StVO, die Regelsätze stehen in der BKatV.
Was zählt als winterliche Straßenverhältnisse und wie wird das nachgewiesen?
Winterliche Verhältnisse liegen vor, wenn die Fahrbahn durch Schnee, Eis, Schneematsch oder Glätte die Fahrsicherheit erkennbar beeinträchtigt. In der Praxis wird das durch Polizeifeststellungen, Fotos, Zeugen und Wetterdaten belegt. Wichtig: Pauschale Aussagen reichen nicht immer. Wenn die Wetterlage im Bescheid nicht konkret beschrieben ist oder Belege fehlen, kann das ein Ansatzpunkt für eine Prüfung sein.
Welche Strafe droht bei Sichtbehinderung durch Schnee oder Eis am Auto?
Wenn Scheiben, Spiegel oder Beleuchtung nicht ausreichend frei sind und dadurch die Sicht eingeschränkt ist, droht mindestens ein Verwarn- oder Bußgeld. Wird dadurch eine Gefährdung ausgelöst, wird es teurer. Grundlage ist § 23 StVO: Sie müssen Ihr Fahrzeug so führen, dass die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird. Praktisch heißt das: nicht nur ein Guckloch freikratzen, sondern alle Scheiben und Spiegel vollständig freimachen.
Wie teuer ist unangepasste Geschwindigkeit bei Glätte und wann drohen Punkte oder Fahrverbot?
Unangepasste Geschwindigkeit bei Schnee oder Glätte wird im Bußgeldkatalog streng bewertet, weil das Unfallrisiko stark steigt. In der Regel drohen Bußgeld und ein Punkt, bei Gefährdung oder Unfall steigt der Betrag deutlich. Ein Fahrverbot kommt vor allem dann in Betracht, wenn die Situation als grob gefährlich eingestuft wird oder es zu einem Unfall mit klarer Verantwortlichkeit kommt. Entscheidend sind immer die konkreten Umstände und die Beweislage.
Wann lohnt sich ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid im Winter?
Ein Einspruch kann sinnvoll sein, wenn die Wetterlage nur pauschal behauptet wird, Beweise fehlen oder die Gefährdung nicht nachvollziehbar begründet ist. Typische Prüfpunkte sind: Wurde die Glätte tatsächlich festgestellt, passen Fotos und Angaben zum Tatvorwurf, ist die Zuordnung des Fahrzeugs eindeutig, und wurden formale Vorgaben eingehalten? Wichtig: Die Einspruchsfrist beträgt in der Regel 14 Tage ab Zustellung.
Quellen
- Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), gesetze-im-internet.de – Rechtsgrundlagen u. a. zu Grundregeln und Pflichten im Winter (z. B. § 1, § 2, § 23 StVO) (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- § 2 StVO (Straßenbenutzung durch Fahrzeuge), gesetze-im-internet.de – u. a. situative Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- § 1 StVO (Grundregeln), gesetze-im-internet.de – Rücksichtnahme- und Sorgfaltspflichten als zentrale Wertungsnorm (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- § 23 StVO (Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden), gesetze-im-internet.de – Pflichten zur Betriebs- und Verkehrssicherheit (u. a. Sicht, Scheiben, Beleuchtung, Kennzeichen) (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV), gesetze-im-internet.de – Grundlage der Regelsätze/Regelfolgen für Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- Bußgeldkatalog (Übersicht), derbussgeldkatalog.org – Redaktionelle Übersicht zu Tatbeständen, Regelsätzen und Folgen (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- BASt – Verkehrssicherheit bei winterlichen Straßenverhältnissen, PDF – Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Hinweise zu erhöhtem Unfallrisiko und Bedeutung angepasster Geschwindigkeit (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- derbussgeldkatalog.org – Geschwindigkeitsüberschreitung, derbussgeldkatalog.org – Hintergrundinfos und Einordnung von Tempoverstößen (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- derbussgeldkatalog.org – Abstandsverstoß, derbussgeldkatalog.org – Hintergrundinfos und Einordnung von Abstandsverstößen (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- Einspruch gegen Bußgeldbescheid, derbussgeldkatalog.de – Ablauf, Fristen und praktische Hinweise zum Einspruch (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).
- Verband unabhängiger Verkehrsteilnehmer e. V. (VUT), «Statistische Auswertung 2013», PDF (zuletzt abgerufen am 08.01.2026).